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Altdorfer Nachwuchsspieler wird Bayerischer Meister im Tischtennis

Am 07. Januar 2012 war er dann schließlich da – der große Tag: Julius Waßmann vom TV 1881 Altdorf fuhr nach Donauwörth zu den Bayerischen Meisterschaften im Tischtennis. Teilnahmeberechtigt waren die 40 besten Spielerinnen und Spieler der Altersklasse U11. 

Nachdem er sich schon letztes Jahr als damals noch Neunjähriger für dieses Turnier qualifizieren konnte und Anfang des Jahres aufgrund seiner hervorragenden Leistungen bei den „Bayerischen“ der nächsthöheren Altersklasse mitspielen durfte, machte sich der Trainerstab Hoffnungen, das "Juli" einen der vorderen Plätze ergattern könnte.

 

Was dann allerdings an diesem Wochenende in Donauwörth geschah, übertraf alle Erwartungen: Für unseren sympathischen und zielstrebigen Nachwuchsspieler wurde ein Wintermärchen wahr. Julius konnte an diesem Wochenende seine Fertigkeiten punktgenau abrufen und sein Können unter Beweis stellen. In Zahlen bedeutete dies: 8 Spiele, 8 Siege, ein Satzverhältnis von 24:2 und damit der Titelgewinn.

 

Julius Waßmann ist nun frischgebackener Bayerischer Meister der U11 und wird diesen Tag mit Sicherheit nicht so schnell vergessen. Der zehnjährige selbst blieb das ganze Turnier über bescheiden: "Wenn ich mich aufrege, mache ich Fehler - deshalb versuche ich mich in jedem Spiel zu konzentrieren." Gesagt, getan – das junge Tischtennistalent behielt bis zum Schluss die Nerven und durfte als Belohnung freudestrahlend einen wunderschönen Glaspokal entgegen nehmen. 

 

Wie Julius Weg weitergehen wird und ob einmal eine Profilaufbahn in Frage kommen wird,  lässt sich allerdings noch nicht absehen. Sein Vater jedenfalls stellt eines klar: "Julius´ Schulbildung und der Spaß am Sport haben oberste Priorität. Sollte beides vereinbar sein, steht natürlich der weiteren Entwicklung nichts im Wege. Doch man muss auch realistisch bleiben; schließlich verdient selbst ein Tischtennisprofi an der Weltspitze nicht annährend so viel Geld wie manch mittelmäßiger Fußballer. Um als Profi über die Runden kommen zu können, muss man eigentlich einer der vier deutschen Nationalspieler sein und in diesem Fall muss einfach alles passen: keine Verletzung, ein gutes Umfeld, ein herausragender Tischtennisverein."

 

Herr Waßmann macht auch deutlich, dass er seinem Kind nicht die Kindheit für den Erfolg nehmen will. Eine lobenswerte Einstellung, die - wie man an diesem Turnier auch beobachten konnte - nicht von jedem Elternteil geteilt wird. Nicht zuletzt wegen einer übertriebenen Erwartungshaltung mancher Eltern floss die eine oder andere Träne.

 

Julius jedenfalls genoss das Siegeressen und einen tollen Tag. Wir wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles Gute.                                                                                                                                                                   (David Marx)/jg

 

 

 

 

 

   
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